{"id":6283,"date":"2025-08-28T12:51:55","date_gmt":"2025-08-28T10:51:55","guid":{"rendered":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/?p=6283"},"modified":"2025-08-28T12:51:58","modified_gmt":"2025-08-28T10:51:58","slug":"inlay-onlay-overlay-materials-and-preparations","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/praxis-de\/inlay-onlay-overlay-materials-and-preparations\/","title":{"rendered":"Inlay, Onlay, Overlay\u00a0\u2013 Pr\u00e4parationsmethoden, Materialien und Prinzipien"},"content":{"rendered":"\n<p>Dank neuer Materialentwicklungen erlebt die moderne Zahnmedizin derzeit eine echte methodische Revolution. In diesem Zusammenhang wirkt sich die <strong>Weiterentwicklung von Materialien und Adh\u00e4sivsystemen<\/strong> auf den restaurativen Ansatz f\u00fcr Seitenz\u00e4hne aus und ver\u00e4ndert den Behandlungsplan erheblich. (1,2)[CN1]\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die adh\u00e4sive Rehabilitation der Seitenz\u00e4hne<\/strong> wird nicht nur von \u00e4sthetischen Konzepten bestimmt, sondern auch von bio\u00f6konomischen Prinzipien und biomechanischen Konzepten, nach denen eine Rehabilitation durchgef\u00fchrt werden kann, welche die verbleibende Zahnstruktur st\u00e4rkt. (3)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klassifizierung von Teilrestaurationen an Seitenz\u00e4hnen\u00a0\u2013 Inlay, Onlay und Overlay<\/h2>\n\n\n\n<p>Teilrestaurationen an Seitenz\u00e4hnen k\u00f6nnen in <strong>Inlays<\/strong> (ohne Abdeckung der Zahnh\u00f6cker), <strong>Onlays<\/strong> (Abdeckung mindestens eines Zahnh\u00f6ckers) oder <strong>Overlays<\/strong> (Abdeckung aller Zahnh\u00f6cker) unterteilt werden. (4)<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Teilrestaurationen erm\u00f6glichen eine <strong>maximale Erhaltung der verbleibenden Zahnsubstanz<\/strong>, f\u00f6rdern die Verst\u00e4rkung des gesch\u00e4digten Elements und stellen die Kaufunktion, die Aussprache und die \u00c4sthetik wieder her. (4)<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit steht eine Vielzahl von Harz- oder Keramikmaterialien f\u00fcr die Herstellung indirekter Teilrestaurationen zur Verf\u00fcgung. (5,6)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Methoden und Materialien f\u00fcr indirekte Teilrestaurationen<\/h3>\n\n\n\n<p>Inlays, Onlays und Overlays aus Harz k\u00f6nnen im Labor mit verschiedenen Methoden hergestellt werden. Diese k\u00f6nnen <strong>unterschiedliche Arten der Polymerisation<\/strong> (chemische, thermische und Photopolymerisation) oder <strong>CAD\/CAM-Fr\u00e4sverfahren<\/strong> aus vorgefertigten Harzbl\u00f6cken umfassen. (7)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Endfestigkeit dieser Materialien h\u00e4ngt in erster Linie vom Grad der Monomerumwandlung sowie von der Menge und Qualit\u00e4t der enthaltenen anorganischen F\u00fcllstoffe ab. (4)<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Rehabilitationen k\u00f6nnen auch auf <strong>feldspathaltigen<\/strong>, <strong>kristallinen<\/strong> oder <strong>Glaskeramiken<\/strong> basieren und traditionell nach dem Schichtverfahren oder mittels CAD\/CAM-Fr\u00e4sverfahren aus Bl\u00f6cken hergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Keramische Restaurationen\u00a0\u2013 St\u00e4rken und Komplikationen<\/h4>\n\n\n\n<p>Keramische Restaurationen weisen im Vergleich zu Kompositrestaurationen eine <strong>bessere Abriebfestigkeit<\/strong>[CN2]\u00a0 (obwohl sie abrasiver sind) und eine <strong>h\u00f6here Druckfestigkeit<\/strong> auf. (8,9)<\/p>\n\n\n\n<p>Per Definition weisen Keramiken jedoch eine <strong>gewisse Fragilit\u00e4t<\/strong> auf, d.&nbsp;h. ein Keramikmaterial kann bei hoher Belastung keine Verformung zeigen, sondern neigt stattdessen zum Bruch. (8)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem derzeitigen Kenntnisstand scheint die Langlebigkeit von Teilkeramik- und Kompositrestaurationen in beiden F\u00e4llen hoch zu sein. (8)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Komplikationen, die am h\u00e4ufigsten zum Versagen dieser Art von Rehabilitation f\u00fchren, sind bei Kompositrestaurationen biologischer Natur (Sekund\u00e4rkavit\u00e4ten oder endodontische Probleme) und bei Keramikrestaurationen mechanischer Natur (Absplitterungen und Br\u00fcche). (8)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Indikationen f\u00fcr indirekte Inlays, Onlays und Overlays<\/h3>\n\n\n\n<p>Aktuelle Indikationen f\u00fcr adh\u00e4sive indirekte Teilrestaurationen sind: (1)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ausgedehnte Kavit\u00e4ten der Klasse\u00a0II mit H\u00f6ckerabdeckung (eine oder mehrere);<\/li>\n\n\n\n<li>Restauration gro\u00dfer Okklusalfl\u00e4chen, die durch Abrasion\/Erosion beeintr\u00e4chtigt sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Indikationen werden durch einige Begleitfaktoren verst\u00e4rkt, wie z.\u00a0B.: (1)<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vorhandensein einer geringen Menge an Zahnhals-Schmelz (weniger als 1\u00a0mm H\u00f6he und 0,5\u00a0mm Dicke) oder dessen vollst\u00e4ndiges Fehlen;<\/li>\n\n\n\n<li>Vorhandensein einer Zahnhals-Konkavit\u00e4t;<\/li>\n\n\n\n<li>Notwendigkeit, mehrere Restaurationen in verschiedenen Quadranten durchzuf\u00fchren, mit der daraus folgenden Ver\u00e4nderung der allgemeinen Okklusionsstruktur;<\/li>\n\n\n\n<li>Notwendigkeit, die vertikale Dimension wiederherzustellen oder zu erh\u00f6hen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Vorteile des indirekten restaurativen Ansatzes<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu einer direkten Restauration <strong>erm\u00f6glicht ein indirekter restaurativer Ansatz eine ideale okklusale Anatomie<\/strong> mit <strong>ausgezeichneter Kontrolle der Kontaktpunkte und Emergenzprofile<\/strong> sowie die M\u00f6glichkeit, die Okklusion durch Einbau der Restauration in den Artikulator zu beurteilen. (1)<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird die Polymerisationsschrumpfung drastisch reduziert, was den Randschluss verbessert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inlay, Onlay, Overlay\u00a0\u2013 Prinzipien der Pr\u00e4paration<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Prinzipien f\u00fcr die Vorbereitung dieser Art von Restauration <strong>h\u00e4ngen in erster Linie von der Art des Materials ab<\/strong>, das wir f\u00fcr die endg\u00fcltige Restauration verwenden m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mindestst\u00e4rken m\u00fcssen eingehalten und die besonderen biomechanischen Eigenschaften des jeweiligen Materials ber\u00fccksichtigt werden. (10,11)<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem ist es wichtig, <strong>auf die Lage der Kavit\u00e4tenr\u00e4nder zu achten<\/strong>. Bei Bedarf k\u00f6nnen diese durch Anheben der zervikalen Stufe verlagert werden. Erreicht die Kavit\u00e4t jedoch die biologische Breite, muss die klinische Krone verl\u00e4ngert werden. (10,11)<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist auch sinnvoll, <strong>eine sorgf\u00e4ltige Beurteilung der Restschmelzdicke vorzunehmen<\/strong>: Wenn diese zu gering ist, w\u00e4re eine Entfernung und eine st\u00e4rkere Abdeckung der Zahnh\u00f6cker ratsam, um eine bessere Prognose f\u00fcr die Restauration und die verbleibende Zahnhaltestruktur zu gew\u00e4hrleisten. (10,11)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Literaturangaben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1) Veneziani, M. (2017). Posterior indirect adhesive restorations: updated indications and the Morphology Driven Preparation Technique. Int J Esthet Dent, 12(2), 204-30.<br>2) Nathanson D. Current developments in esthetic dentistry. Curr Opin Dent 1991;1: 206\u2013211.<br>3) Liebenberg WH. Posterior composite resin restorations: operative innovations. Pract Periodontics Aesthet Dent 1996;8: 769\u2013778.<br>4) Morimoto, S., Rebello de Sampaio, F. B. W., Braga, M. M., Sesma, N., &amp; \u00d6zcan, M. (2016). Survival rate of resin and ceramic inlays, onlays, and overlays: a systematic review and meta-analysis. Journal of dental research, 95(9), 985-994.<br>5) Thordrup, M., Isidor, F., &amp; H\u00f6rsted-Bindslev, P. (2006). A prospective clinical study of indirect and direct composite and ceramic inlays: ten-year results. Quintessence international (Berlin, Germany: 1985), 37(2), 139-144.<br>6) Pol, C. W., &amp; Kalk, W. (2011). A systematic review of ceramic inlays in posterior teeth: an update. International Journal of Prosthodontics, 24(6).<br>7) Kildal, K. K., &amp; Ruyter, I. E. (1994). How different curing methods affect the degree of conversion of resin-based inlay\/onlay materials. Acta Odontologica Scandinavica, 52(5), 315-322.<br>8) Fan, J., Xu, Y., Si, L., Li, X., Fu, B., &amp; Hannig, M. (2021). Long-term clinical performance of composite resin or ceramic inlays, onlays, and overlays: a systematic review and meta-analysis. Operative Dentistry, 46(1), 25-44.<br>9) M\u00f6rmann, W. H., Stawarczyk, B., Ender, A., Sener, B., Attin, T., &amp; Mehl, A. (2013). Wear characteristics of current aesthetic dental restorative CAD\/CAM materials: two-body wear, gloss retention, roughness and Martens hardness. Journal of the mechanical behavior of biomedical materials, 20, 113-125.<br>10) Dietschi, D., &amp; Spreafico, R. (2015). Evidence-based concepts and procedures for bonded inlays and onlays. Part I. Historical perspectives and clinical rationale for a biosubstitutive approach. Int J Esthet Dent, 10(2), 210-27.<br>11) Rocca, G. T., Rizcalla, N., Krejci, I., &amp; Dietschi, D. (2015). Evidence-based concepts and procedures for bonded inlays and onlays. Part II. Guidelines for cavity preparation and restoration fabrication. Int J Esthet Dent, 10(3), 392-413.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dank neuer Materialentwicklungen erlebt die moderne Zahnmedizin derzeit eine echte methodische Revolution. In diesem Zusammenhang wirkt sich die Weiterentwicklung von Materialien und Adh\u00e4sivsystemen auf den restaurativen Ansatz f\u00fcr Seitenz\u00e4hne aus und ver\u00e4ndert den Behandlungsplan erheblich. (1,2)[CN1]\u00a0 Die adh\u00e4sive Rehabilitation der Seitenz\u00e4hne wird nicht nur von \u00e4sthetischen Konzepten bestimmt, sondern auch von bio\u00f6konomischen Prinzipien und biomechanischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5449,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"rs_blank_template":"","rs_page_bg_color":"","slide_template_v7":"","footnotes":""},"categories":[211,210],"tags":[],"class_list":["post-6283","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-labor-de","category-praxis-de"],"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6283"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6284,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6283\/revisions\/6284"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magazine.zhermack.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}